21. 01. 2021

Gastrointestinale Manifestationen bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus

Gastrointestinale Manifestationen bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus

Fieber, trockener Husten oder Atemnot sind nicht die einzigen Symptome einer COVID-19-Infektion, auch wenn sie am häufigsten auftreten. Neben den klassischen Infektionszeichen und allgemeinen Symptomen respiratorischer Infektionen wie Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeit werden in den letzten Monaten verschiedene neue Manifestationen der Infektion dokumentiert.

Die meisten dieser neu zugeordneten Symptome treten relativ selten auf, dies gilt jedoch nicht für gastrointestinale Beschwerden. In den ersten Studien aus China wurde das Auftreten gastrointestinaler Symptome nur bei 2–7 % der Patienten beschrieben, weshalb in den Medien allgemein wenig über diese Beschwerden im Zusammenhang mit COVID-19 berichtet wird. Basierend auf neuen Daten des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ist das Auftreten gastrointestinaler Beschwerden bei symptomatischen Patienten deutlich höher. Von mehr als 370.000 symptomatischen Patienten trat Durchfall am häufigsten auf (19,3 % der Patienten), Übelkeit und Erbrechen bei 11,5 % und Bauchschmerzen am wenigsten bei 7,6 %. Insgesamt wird das Auftreten mindestens eines gastrointestinale Symptoms in verschiedenen neueren Studien mit 20–50 % angegeben.

Im Vergleich dazu trat der viel diskutierte Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn nur bei 8,3 % der Patienten auf. Diese Beschwerden treten zusammen mit den klassischen Symptomen auf, können aber auch als einzige Anzeichen der Erkrankung vorkommen. Besonders bei Kindern können gastrointestinale Symptome das einzige Anzeichen einer COVID-19-Infektion sein. Im Falle von Durchfall lässt sich in der Regel das genetische Material des Virus im Stuhl mittels PCR-Test nachweisen. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass das Virus auch im Darmtrakt replizieren kann und eine fäkal-orale Übertragung möglich ist.

Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen treten nicht selten vor dem Auftreten respiratorischer Symptome auf. Wenn diese Symptome auftreten, ist es wichtig, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, insbesondere mit Durchfall als einem der häufigsten schweren Symptome der Erkrankung.

Für jeden Menschen ist Durchfall eine sehr unangenehme Angelegenheit. Wenn jemand unter Durchfall leidet, ist seine Fähigkeit, das Gleichgewicht von Wasser und Mineralstoffen im Körper aufrechtzuerhalten, gestört, was häufig zu Dehydration führt.

Dehydration beeinflusst dann den Gesamtzustand des Menschen und verschlimmert in Verbindung mit schwereren Krankheitsverläufen, wie einer Lungenentzündung, den Zustand erheblich.

Die beste Behandlung von Durchfall ist eine richtige Rehydratation. Hierfür werden verschiedene Rehydratationslösungen eingesetzt, die Mineralstoffe und andere Substanzen im richtigen Verhältnis enthalten. Bei Erwachsenen genügen in der Regel Mineralwasser, Säfte und ähnliche Flüssigkeiten.

Es ist sinnvoll, nicht nur die Dehydration und den Mineralstoffverlust, sondern auch den Durchfall selbst zu behandeln. Hierfür eignet sich das orale Enterosorbens ENTEROSGEL®. ENTEROSGEL® bindet im Darm verschiedene schädliche Substanzen und reduziert die Häufigkeit und Dauer von Durchfall. Da es nicht in den Körper aufgenommen wird, ist es sehr sicher.

Hält der Durchfall länger als zwei Tage an oder kann die Flüssigkeitsaufnahme nicht ausreichend gedeckt werden, sollte ein Arzt kontaktiert werden.

Stokes, Erin K., et al. "Coronavirus disease 2019 case surveillance—United States, January 22–May 30, 2020." Morbidity and Mortality Weekly Report 69.24 (2020): 759.

de Moura, Diogo Turiani Hourneaux, et al. "Gastrointestinal Manifestations and Associated Health Outcomes of COVID-19: A Brazilian Experience From the Largest South American Public Hospital." Clinics 75 (2020).

Tian, Yuan, et al. "gastrointestinal features in COVID‐19 and the possibility of faecal transmission." Alimentary pharmacology & therapeutics 51.9 (2020): 843-851.